Sehen, riechen, schmecken, tasten und hoeren berauschen den Geist und enden in einer einzigartigen Wahrnehmung
Eine Espresso-Verkostung besteht aus vier grundsaetzlichen Pruefungen:
Optische Pruefung
Die Farbe der Creme darf nicht zu hell und nicht zu dunkel sein, sondern eher nussfarbig mit dunkelroten Streifen (Tigermantel).
Die Konsistenz der Espressocrema ist optimal, wenn sie feine Bläschen aufweist (3-4 mm hoch), ohne Zwischenräume, die die schwarze Farbe des Kaffees durchschimmern lassen.
Eine gleichmässige, über einige Minuten anhaltende Oberfläche, weist auf die Beständigkeit der Crema hin.
Duftpruefung
Der Duft soll angenehm und intensiv sein; ansonsten handelt es sich um schlichten Geruch. Düfte und Aromas können unterschiedlich sein: fruchtig, blumig, schokoladig, getostet, gewürzt.
Geschmackspruefung
Für eine korrekte Analyse benötigt man zwei Taesschen, um den Kaffee erst bitter und dann mit Zucker (normalerweise 1 Beutelchen bzw. 1 Würfel) zu probieren. Somit entdeckt man eventuelle weitere Vorzuege und/oder Maengel. Sofort nach dem „Einziehen“ oder "kauen" einer kleinen Portion Espresso, fragt man sich: angenehm oder nicht? Unabhaengig von unserem persoenlichen Empfinden kann es vorkommen, dass der Kaffee nicht den Wahrnehmungsparametern der verwendeten Sorte entspricht.
Anschliessend wird der Tastsinn überprüft; z.B. ob er im Gaumen als rauh oder weich empfunden wird. Daraufhin prüft man die primären Geschmäcker: Zu sauer? Gar nicht bitter? Wenig süsslich?
Zum Schluss versucht man die eventuellen Fehler einzeln zu erkennen wie: erdig, grasig, holzig, unreif.
Endurteil
Die Endanalyse umfasst eine allgemeine Beurteilung mit Bezug auf Nachgeschmack, Ausgeglichenheit und Tassenstruktur.
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